Autorenportrait
Kinder-und Jugendbuch-
Autor Wartan
Bekeredjian
|
Interview Renate: Wann hast du Geburtstag? Wartan: Ich wurde
geboren am 22.12.1976 in der kleinen nordhessischen Stadt Korbach. Wartan: Meine
Wahlheimat ist derzeit Karlsruhe. Wartan: Ich hätte
nichts dagegen, in Karlsruhe zu bleiben. Aber wenn ich mir mein Land
aussuchen könnte, wäre es Island, vielleicht ein paar Grad wärmer, weil
ich die Sonnenwärme so sehr mag. Island strahlt soviel Ruhe und
Gelassenheit aus, ein wunderbares Land. Wartan: Es ist auf
jeden Fall nicht 6 Uhr 40, wenn mein Wecker klingelt. Nein, meine
liebste Tageszeit ist der späte Nachmittag, wenn ich von der Arbeit nach
Hause komme und ich mit meiner Kleinen noch auf den Spielplatz gehen
kann. Wartan: Ich esse sehr
gerne orientalische Gerichte. Leider bin ich nicht der größte Koch, aber
mit Teig kann ich ziemlich gut umgehen. Wartan: Ich lese unheimlich gerne, verbringe die Zeit natürlich mit meiner Familie und erfreue mich an den Kleinigkeiten im Alltag.
Wartan: Mich würde
die Zukunft der Menschen sehr interessieren. Die Entwicklung der
Menschheit war in den vergangenen Jahrzehnten so rasant. Ich fände es
spannend, zu wissen, wie die Welt in hundert Jahren aussieht, Wartan: Ich selbst. Gott hat mir mein Leben geschenkt, warum sollte ich es gegen ein anderes eintauschen? So wie ich bin, bin ich gut. Renate: Wie sollte dein idealer Tag verlaufen? Wartan: Das weiß ich
nicht. Wahrscheinlich ist der ideale Tag nach einigen Tagen auch nicht
mehr ideal. Eigentlich habe ich keinen Grund, mich zu beklagen. Wartan: Über mich,
meine Kleine und viele andere Dinge im Leben und auf dieser Welt. Wartan: Bugo Wartan: Mein größtes
Vorbild ist John Christopher. Aber ich bewundere auch Walter Moers, weil
er eine unerschöpfliche Phantasie besitzt. Wartan: Die
Prominentenwelt ist mir eigentlich ziemlich egal. Darüber habe ich mir
nie Gedanken gemacht. Wartan: Ja, gibt es,
aber darüber schweige ich besser. was glaubst würden sie erzählen, oder anders ausgedrückt, wie würden sie dich beschreiben? Wartan: Dass er aber
auch immer recht behalten muss! Wartan: Jewel Wartan: Ich wäre ein
Vogel, vielleicht ein Adler. Wartan: Ich bin sehr humorvoll. Renate: Welche hättest du gerne? Wartan: Gelassenheit. Renate: Welche möchtest du loswerden? Wartan: Keine. Wartan: Die
dreibeinigen Monster und Der Fürst von morgen Wartan: Da muss ich
mich wiederholen, es sind Walter Moers und John Christopher. Letzterer
heißt mit bürgerlichem Namen Samuel Youd. Ihm habe ich auch mein erstes
Buch „Bugo, das einhöckrige Kamel“ gewidmet. John Christopher hat mich
mit seinen Jugendromanen sehr geprägt. Außerdem hatte ich vor Jahren die
Gelegenheit, ihn persönlich kennen zulernen. Ein toller Mensch! Wartan: Als Jugendlicher habe ich Wolfgang Hohlbein ganz gerne gelesen. Heute finde ich die Geschichten nicht mehr gut. Renate: Wie bist Du zum Schreiben gekommen? Wartan: Schon als
Jugendlicher habe ich mit einem Freund fast täglich Geschichten
erfunden. Wir haben uns diese gegenseitig zum Lesen gegeben und jeder
hat für den anderen über die Geschichte eine schriftliche Analyse
verfasst. Das waren echt tolle Zeiten. Wartan: Der Alltag ist so ergiebig. Man muss nur seine Augen und Ohren offen halten und die Ideen fliegen einem fast täglich zu. Nur wenn ich sehr müde bin, kann ich nicht kreativ sein. Renate: Wie recherchierst Du für deine Geschichten? Wartan: Wichtig ist heute natürlich das Internet. Aber wenn es möglich ist, versuche ich die Dinge zu erfühlen, zu riechen und mit eigenen Augen zu sehen. Recherche ist sehr spannend, weil man dadurch viel lernt. Renate: Wie lange brauchst Du, bis Du eine Geschichte für fertig hältst? Wartan: Eine gute
Frage. Du weißt ja, dass ein Buch bereits veröffentlicht ist. Wenn ich
heute vor Kindern daraus vorlese, fallen mir immer wieder Dinge auf, die
ich nun anders machen würde. Einen endgültigen Schlussstrich unter eine
Geschichte zu ziehen, ist sehr schwer. Wartan: Ja, es ist „Die dreibeinigen Monster“ von John Christoper. Es zeigt eigentlich ein negatives Menschenbild als Resümee, aber ich befürchte, dass mein Vorbild leider recht hat. ************************************************************************** Vielen Dank, dass du dir die Zeit für mich genommen hast. Es hat mir viel Spaß gemacht mit dir zu plaudern.
|
|