Samstag
30.07.2007
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Nach 24 Jahren öffnet der Knabe Verlag wieder seine Türen und ich durfte mit dabei sein. Hier ein kleiner Bericht.
Samstag 30.07.2007:
Um 06:00 Uhr klingelt mein Wecker. Heute Abend ist es also so weit. Der Knabe Verlag in Weimar wird hochoffiziell nach 24 Jahren wieder eröffnet. Und ich bin mit dabei. Voller Stolz kann ich sagen, dass ich neben vier anderen Nachwuchsautoren eine der ersten bin, die von den Neugründern Steffen Knabe und Denis Wollenhaupt, die Chance bekommen hat, sich als Autorin zu etablieren. Ich bin total nervös und hibbelig. Natürlich, ich hab ja auch die halbe Nacht vor Aufregung wach gelegen. Schnell unter die Dusche, dann ne Tasse Kaffee. Eine Zigarette wäre jetzt toll, aber ich rauch ja seit März nicht mehr. Okay, dann noch mal schnell den Rechner hochfahren und eben im Knabe- Forum nachsehen, ob wer online ist. Natürlich niemand. Die sind sicher alle genauso nervös wie ich. Mittlerweile ist es dann 07:00 Uhr und Zeit für die große Fahrt nach Weimar. Vorher muss ich Dörthe, die Wuddelbuck- Illustratorin noch abholen. Ich bin so froh, dass sie mitkommt. So ganz alleine wäre ich vor Nervosität wohl vorher schon geplatzt. Gegen 14:00 Uhr kommen wir dann, noch immer total aufgeregt, in Weimar an. Unsere Unterkunft, die Pension am Theater ist urgemütlich und der Inhaber Herr Leppert super nett. Vielen dank an dieser Stelle für die tolle Gastfreundlichkeit. So nun aber schnell aufgebretzelt und dann in die Trierer Str. 65, wo Steffen Knabe und Denis Wollenhaupt uns freudig begrüßen. Vom Telefon und e- Mailkontakt wusste ich ja schon , dass beide Geschäftsführer sehr nett sind. Und als wir ihnen dann live gegenüberstanden, bestätigte sich der Eindruck noch einmal. Meine und auch sicher Dörthes Aufregung steigert sich von Minute zu Minute. Am meisten freue ich mich darauf Imme Tröger kennen zu lernen. Die Frau, die mit soviel Herz und Liebe den Wuddelbucks ihre Stimme leiht. Doch ich erfuhr, dass die Imme erst später zu uns stoßen wird, da sie noch anderweitige Verpflichtungen hatte. Was mich aber dann völlig umgehauen hat, war die Tatsache, dass ich später, beim offiziellen Teil etwas aus meinem ersten Wuddelbuckabenteuer vorlesen sollte. Ich mein, ich war ja schon vorher ziemlich nervös, aber nun... Langsam machen wir uns nun auf in die Stadtbibliothek, um im Kellergewölbe alles für die Feier vorzubereiten. Natürlich packen alle mit an und bereiten das Buffet für die Kinder vor. Von 18:00 Uhr - 19:00 Uhr stehen die Kinder im Mittelpunkt der Veranstaltung. Es gibt Spaß und Spiel und Dörthe Saathoff und Gabriele Gfrerer, die Autorin der kleinen Hexe Karamamsa, verwandeln die Kids, mit Hilfe von Schminke, in Mäuse, Hunde und Hasen. Immer wieder hört man Auszüge aus dem ersten Hörbuch des Verlages "Neues aus der Wunderkiste", dass seit 20.07.07 im Handel erhältlich ist. Und dann wird es ernst. Noch einmal steigt bei allen die Spannung. Vor allem bei mir... Wolfgang Held spricht ein paar Worte und eh ich mich versehe, werde ich von Steffen Knabe schon angesagt. Er nennt mich liebevoll die Wuddelbuckmama. Es ist mucksmäuschen Still im Raum. Mein Herz klopft so laut, dass ich Angst habe, man könne es durchs Mikrophon hören. Bloß nicht anfangen zu stottern, Renate und ja nicht in der Zeile verrutschen. Ich lese ein Stück aus dem erstem Kapitel meiner Wuddelbucks vor. Dann ist es auch schon wieder vorbei und mir fällt ein großer Stein vom Herzen. Meine erste kleine Lesung. Ein tolles Gefühl. Im Anschluss wurde noch kräftig gefeiert und auch die Imme habe ich noch kennen gelernt. Sie ist genau so toll, wie ich sie mir vorgestellt habe. Dörthe und ich lagen dann gegen 03:00 Uhr Nachts, völlig erschlagen in unseren Betten. Am nächsten Morgen gab es dann lecker Torte, bei Steffen Knabe, der nämlich seinen Geburtstag feierte und anschließend fuhren alle noch zur Verlagsekretärin, die uns super nett mit Kaffee und Kuchen empfing. Gegen 16:00 Uhr machten Dörthe und ich uns dann auf den Heimweg. Es war ein spannendes Wochenende für uns. Jetzt fiebere ich der Veröffentlichung des ersten Wuddelbuckabenteuers "der Zapfendieb" entgegen und hoffe dass es ein voller Erfolg wird.
in diesem Sinne Eure Renate zurück